Was die eingesparte Miete konkret wert ist
Die Rechnung ist einfach und für Ludwigsburg belegt. Der Mietspiegel 2025 nennt 10,66 € je Quadratmeter Nettokaltmiete im Durchschnitt. Bei 100 Quadratmetern Wohnfläche sind das rund 1.070 Euro im Monat, knapp 12.800 Euro im Jahr. Wer im Alter zur Miete wohnt, zahlt diese Summe aus der Rente. Wer im abbezahlten Eigentum wohnt, nicht.
Über zwanzig Jahre und ohne jede Mietsteigerung ergibt das rund 256.000 Euro, die nicht aus der Rente abgehen. Mietsteigerungen gab es in Ludwigsburg allerdings: Der Mietspiegel beziffert den Anstieg gegenüber der vorigen Fassung auf 3,23 Prozent im Jahresdurchschnitt. Diese Zahl ist eine Vergangenheitsbeobachtung und keine Prognose, aber sie zeigt die Richtung des Risikos für Mieter.
Das ist der Kern des Arguments, und er ist unabhängig davon, ob Immobilienpreise steigen oder fallen. Die Mietersparnis wirkt auch dann, wenn der Wert des Hauses zehn Jahre stagniert.
Die drei Argumente, die dagegen stehen
Wir nennen sie, weil sie in jedem ehrlichen Gespräch vorkommen und weil ein Eigenheim nicht für jeden die richtige Entscheidung ist.
- Instandhaltung hört nicht auf. Dach, Heizung, Fenster, Bad: In zwanzig Jahren fällt in einem Haus mehr an als in zwanzig Jahren Mietwohnung, und zwar aus eigenem Geld. Wer im Alter keine Rücklage hat, hat ein Problem, das ein Mieter nicht hat.
- Laufende Kosten bleiben. Die Grundsteuer läuft weiter, in Baden-Württemberg seit 2025 nach Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert, in Ludwigsburg mit einem Hebesatz von 262 Prozent. Dazu Versicherung und Nebenkosten.
- Das Vermögen ist unbeweglich und nicht gestreut. Ein Haus in einem Stadtteil ist eine einzige Wette auf einen einzigen Ort. Es lässt sich nicht in Teilen verkaufen, wenn Geld gebraucht wird, und ein Verkauf dauert Monate.
Was eine Rate monatlich bedeutet
Die Mietersparnis wirkt erst, wenn abbezahlt ist. Vorher läuft eine Rate, und die ist die eigentliche Frage. Der häufigste Fehler dabei ist die Reihenfolge: erst ein Objekt suchen, dann rechnen. Wer sich in eine Immobilie verliebt und danach nachrechnet, verhandelt schlecht.
Umgekehrt ist es einfacher. Sie geben ein, was Sie an Eigenkapital haben und was Sie monatlich dauerhaft aufbringen können, und sehen, welcher Kaufpreis daraus folgt, was die Rate über dreißig Jahre ausmacht und in welchem Jahr Sie schuldenfrei wären. Das rechnet unser Budgetrechner, voreingestellt mit dem Durchschnittszins der Deutschen Bundesbank.
Er stellt die Miete über dieselbe Laufzeit daneben, einschließlich dessen, was beim Kauf zusätzlich anfällt: Kaufnebenkosten und Instandhaltung. Der Vergleich ist bewusst nicht geschönt und urteilt auch nicht; er zählt Zahlungen und sagt dazu, was er nicht zählt.
In Ludwigsburg ist das besonders nützlich, weil die Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen groß sind. Wer seinen Rahmen kennt, weiß vorher, in welchen Lagen er überhaupt suchen sollte, und spart sich Besichtigungen, die ohnehin nicht passen.
Was wir ausdrücklich nicht tun: Ihnen sagen, dass Sie sich etwas leisten können, oder welche Tilgung sinnvoll wäre. Verbindlich prüft das eine Bank. Auf Wunsch stellen wir den Kontakt zu einem Finanzierungsvermittler mit Erlaubnis nach § 34i GewO her, für Sie ohne Kosten und ohne Verpflichtung.
Wenn das Haus zu groß wird
Das ist die häufigste Situation, mit der Eigentümer in den Siebzigern zu uns kommen: Das Haus ist abbezahlt, die Kinder sind weg, die Treppe wird lästig, und die Heizkosten sind für 160 Quadratmeter ausgelegt, von denen 60 genutzt werden.
Dafür gibt es drei Wege, und keiner ist für alle richtig. Verkaufen und etwas Kleineres kaufen, etwa eine barrierefreie Wohnung in Mitte oder Nordstadt mit kurzem Weg zum Bahnhof. Vermieten und selbst zur Miete wohnen. Oder verkaufen und wohnen bleiben, mit lebenslangem Wohnrecht oder Leibrente.
Die Zahlen für alle drei Wege stehen in Ludwigsburg bereit: Verkaufserlös aus den Stadtteilpreisen, Mieteinnahme oder Mietaufwand aus dem Mietspiegel. Wir rechnen sie mit Ihnen durch, und zwar alle drei, auch die, bei denen für uns kein Auftrag herauskommt.
Was diese Seite nicht ist
Sie ist keine Anlageberatung und keine Finanzierungsberatung. Wir dürfen Ihnen nicht sagen, ob Sie Ihre Altersvorsorge auf eine Immobilie stützen sollten, ob ein Darlehen zu Ihrer Situation passt oder wie Sie Ihr Vermögen aufteilen sollten. Die Erlaubnis dafür nach § 34i GewO haben wir nicht, und für Anlageberatung gelten eigene Regeln.
Was wir leisten: rechnen mit den amtlichen Zahlen dieser Stadt, den Zustand einer Immobilie einschätzen und Ihnen sagen, wenn eine Vorstellung nicht aufgeht. Für Steuern vermitteln wir einen Steuerberater, für eine Finanzierung einen unabhängigen Berater.
Ob Einzimmerwohnung oder Kapitalanlage für zwei Millionen Euro: Jede Immobilie bekommt bei uns den vollen Einsatz. Denn in vielen Häusern und Wohnungen steckt die Arbeit eines ganzen Lebens. Wer uns seinen Lebenstraum anvertraut, verdient unser Bestes.
Jens StumppInhaber von iMMo75, Immobilienmakler seit 2002So läuft es ab
- Bedarf klärenWie viel Wohnfläche brauchen Sie in zehn Jahren, und in welcher Lage?
- RechnenMietersparnis nach Mietspiegel gegen Kaufpreis, Instandhaltung und Grundsteuer.
- Objekt prüfenZustand, Energieausweis, Barrierefreiheit, Wege. Bei einer Wohnung auch die Eigentümergemeinschaft.
- Mit Fachleuten entscheidenSteuerberater und, wenn finanziert wird, ein unabhängiger Berater. Wir liefern die Immobilienzahlen.